Hilfe

WorkflowBuddy mit n8n einrichten

Der schwierige Teil ist nie die App allein, sondern die Schnittstelle zwischen ihr und deiner n8n-Instanz. Diese Seite nimmt sich vier Aufgaben vor und zeigt jedes Mal beide Seiten: was in n8n passiert und was in der App.

n8n-Instanz verbinden

Zwei Angaben genügen: die Adresse deiner n8n-Instanz und ein n8n-API-Key. Beides bleibt auf dem Gerät – der Key wandert in den iOS-Schlüsselbund und nicht auf unsere Server.

In n8n
  1. Öffne deine n8n-Instanz im Browser und gehe auf Einstellungen → n8n API.
  2. Erstelle dort einen API-Key und kopiere ihn. n8n zeigt ihn nur einmal an.
  3. Notiere dir die Basis-URL deiner Instanz, also z. B. https://meine-instanz.app.n8n.cloud – ohne Pfad dahinter.
In der App
  1. Beim ersten Start führt dich das Onboarding direkt hierher; später über Einstellungen → Instanzen → Instanz hinzufügen.
  2. URL und API-Key eintragen, optional einen Namen und eine Farbe vergeben.
  3. Verbindung testen antippen. Die App erkennt selbst, ob es sich um n8n Cloud oder eine selbst gehostete Instanz handelt, und zeigt an, welche Funktionen sie unterstützt.
Mehrere Instanzen sind erlaubt – und zwar unbegrenzt. Produktion, Test, die Instanz eines Kunden: du kannst so viele hinterlegen, wie du brauchst, und in der App zwischen ihnen wechseln.

Wenn es hakt

Ich finde den Punkt „n8n API" in den Einstellungen nicht

Dann ist die Public API auf deiner Instanz nicht aktiviert. Bei einigen Hosting-Paketen und in manchen Selbsthosting-Konfigurationen ist sie standardmäßig aus. In selbst gehosteten Instanzen lässt sie sich über die n8n-Einstellungen bzw. die Umgebungsvariablen einschalten; bei einem gehosteten Paket entscheidet der Tarif darüber.

Ohne Public API kann keine App mit deiner Instanz sprechen – auch unsere nicht. Das ist keine Einschränkung von WorkflowBuddy, sondern die Schnittstelle selbst.

„Authentifizierung fehlgeschlagen" beim Verbindungstest

Zwei häufige Ursachen: Der API-Key wurde beim Kopieren abgeschnitten, oder in der URL steht ein Pfad zu viel. Trage die reine Basis-Adresse ein – nicht die URL des Editors und nicht /api/v1 am Ende.

Wo liegt mein API-Key?

Im iOS-Schlüsselbund deines Geräts. Auf Wunsch schützt Face ID oder Touch ID den Zugang zur App und das Anzeigen des Keys. Wir speichern deinen n8n-API-Key nicht.

Bei Fehlern benachrichtigt werden

Du legst pro Workflow eine Überwachungsregel an: was gemeldet wird, wie oft geprüft wird und wann Ruhe herrscht. Den Rest erledigt die Überwachung auf unserem Server – auch wenn die App geschlossen ist.

In n8n

Nichts. Und das ist Absicht: WorkflowBuddy fragt die n8n-API nach den Ausführungen deiner Workflows. Es wird kein Error-Node eingesetzt, kein Workflow verändert und nichts in deiner Instanz installiert.

Das heißt auch: Ein Workflow, den du morgen anlegst, lässt sich sofort überwachen – du musst ihn nicht vorbereiten.

In der App
  1. Workflow in der Liste öffnen und Monitoring konfigurieren wählen.
  2. Vorfalltypen festlegen: fehlgeschlagene Ausführungen, abgebrochene Ausführungen, festhängende Ausführungen (mit eigener Schwelle).
  3. Intervall und Ruhezeiten setzen – z. B. nachts von 22:00 bis 07:00 nichts.
  4. Mit Test-Benachrichtigung senden prüfen, ob wirklich etwas auf dem Sperrbildschirm ankommt.

Fehler-Alarme für deinen wichtigsten Workflow sind der kostenlose Einstieg Free – ein Workflow, ohne Zeitlimit. Die Überwachung aller Workflows sowie die Vorfalltypen abgebrochen und festhängend gehören zu Premium Premium, ebenso die Ruhezeiten und das feinere Prüfintervall.

Der häufigste Grund, warum nichts ankommt: iOS. Ohne erteilte Benachrichtigungsfreigabe verwirft das Betriebssystem jede Mitteilung, ohne dass die App etwas dagegen tun kann. Prüfe das unter iOS-Einstellungen → WorkflowBuddy → Mitteilungen. Die App weist inzwischen selbst darauf hin, aber dieser Weg ist der verlässliche.

Wenn es hakt

Ein Workflow ist fehlgeschlagen, aber es kam keine Mitteilung

Geh die drei Punkte der Reihe nach durch: Sind Benachrichtigungen für WorkflowBuddy in den iOS-Einstellungen erlaubt? Ist für genau diesen Workflow eine Überwachungsregel aktiv? Und fiel der Zeitpunkt in deine Ruhezeiten?

Bleibt es dabei, schick dir über die Regel eine Test-Benachrichtigung. Kommt die an, liegt es nicht am Zustellweg.

Wie schnell erfahre ich von einem Fehler?

Du wählst zwischen 5, 15, 30 und 60 Minuten. Geprüft wird auf unserem Server, nicht auf dem Telefon – die Benachrichtigung kommt also auch, wenn die App geschlossen ist. Der Hinweis „iOS-Minimum: 15 Min" in der App betrifft nur die Aktualisierung der Ansicht im Hintergrund, nicht die Alarme.

Kostenlos läuft die Überwachung mit der Voreinstellung von 15 Minuten; die Stufen wählen kann, wer Premium hat. Wer es auf die Sekunde braucht, nimmt die Push-API: Dann meldet der Workflow selbst, in dem Moment, in dem etwas passiert.

Was ist eine „festhängende" Ausführung?

Eine, die begonnen hat und nach einer von dir gesetzten Zeitspanne immer noch läuft. Typischerweise wartet sie auf einen externen Dienst, der nicht mehr antwortet. Offene Freigaben zählen ausdrücklich nicht dazu – die dürfen warten.

Eigene Nachrichten aus n8n senden

Wenn dein Workflow selbst am besten weiß, wann es etwas zu sagen gibt: ein Schlüssel aus der App, ein gewöhnlicher HTTP-Request-Node in n8n – kein Code-Node, keine Signatur.

In der App
  1. Einstellungen → Push API öffnen.
  2. Schlüssel erstellen. Er beginnt mit wb_ und liegt anschließend im Schlüsselbund dieses Geräts.
  3. Mit Teilen schickst du ihn direkt an den Rechner, auf dem dein n8n läuft – das erspart das Abtippen.
  4. Test-Push senden antippen: Kommt er an, funktioniert der ganze Weg.
In n8n

Einen HTTP-Request-Node einfügen, Methode POST, und den Schlüssel als Header mitgeben. Als Body reicht schlichtes JSON:

POST https://companion.amelus.de/api/notify

Authorization: Bearer wb_...
Content-Type: application/json

{
  "title":    "Rechnungslauf fehlgeschlagen",
  "message":  "Ausführung 4711 ist bei Schritt 3 gestoppt",
  "severity": "warning"
}

severity ist optional und kennt info, warning und critical; ohne Angabe gilt info.

Kostenlos sind 50 Nachrichten pro Tag Free, mit Premium 500 pro Tag Premium. Beides zählt pro Gerät.

Ein Schlüssel gehört zu genau einem Gerät. Er ist die Adresse, nicht nur das Passwort – deshalb steht im Request auch kein Empfänger. Wenn du WorkflowBuddy auf iPhone und iPad benutzt und beide benachrichtigen willst, brauchst du zwei Schlüssel und zwei Requests.

Wenn es hakt

n8n bekommt „401 Unauthorized"

Der Schlüssel ist unbekannt oder wurde widerrufen. Beim Rotieren wird der alte Schlüssel sofort ungültig – dann muss auch das Credential in n8n ausgetauscht werden. Achte außerdem darauf, dass im Header wirklich Bearer vor dem Schlüssel steht.

n8n bekommt „429 Too Many Requests"

Das Tages- oder Minutenkontingent ist erschöpft. Der Antwort liegt ein Retry-After-Header bei, der sagt, ab wann es wieder geht. Ein Workflow in einer Schleife ist die übliche Ursache.

n8n meldet Erfolg, aufs Telefon kommt nichts

Dann hat unser Server die Mitteilung angenommen und weitergereicht, iOS sie aber verworfen. In aller Regel sind die Benachrichtigungen für WorkflowBuddy ausgeschaltet. Die App sagt dir das inzwischen im Push-API-Bildschirm, statt Erfolg zu melden und nichts zu liefern.

Kann ich den Schlüssel in mehreren Workflows verwenden?

Ja, so viele wie du willst. Leg ihn in n8n einmal als Header-Auth-Credential an, dann greifen alle Workflows darauf zu und ein Wechsel ist eine Änderung an einer Stelle.

Freigaben aus n8n anfordern

Der Workflow hält an und fragt dich; deine Antwort setzt ihn fort oder bricht ihn ab. In einem Satz: eine Mitteilung aufs Telefon, ein Tippen, weiter geht's – ohne n8n zu öffnen.

Ab Version 2.3 der App. Ältere Versionen zeigen die Anfrage als gewöhnliche Mitteilung ohne Knöpfe an und können nicht antworten.
In n8n

Zwei Standard-Nodes, kein Code.

  1. HTTP Request – POST auf https://companion.amelus.de/api/approval, Header Authorization: Bearer wb_... (derselbe Schlüssel wie bei der Push-API). Der Body wird als Expression gesetzt:
{{ JSON.stringify({
  title: 'Rechnung 4711',
  message: 'Zahlung über 2.400 € freigeben?',
  resumeUrl: $execution.resumeUrl,
  expiresAt: new Date(Date.now() + 60*60*1000).toISOString()
}) }}
  1. Wait – Resume auf „On webhook call" stellen und Limit Wait Time einschalten. Ohne diese Frist wartet die Ausführung unbegrenzt.
  2. Dahinter ein IF-Node auf {{ $json.query.decision }}, der die Werte approve und reject auseinanderhält.
In der App
  1. Die Mitteilung kommt an. Antippen öffnet den Freigabe-Bildschirm mit Titel, Text, Instanz und – falls expiresAt gesetzt ist – der verbleibenden Zeit.
  2. Freigeben oder Ablehnen. Beides geht auch direkt in der aufgeklappten Mitteilung.
  3. Offene Freigaben stehen zusätzlich als Karte auf dem Dashboard. Eine weggewischte Mitteilung geht also nicht verloren.

Ein Schlüssel wird nicht gesondert eingerichtet: Freigaben nutzen denselben Push-API-Schlüssel, haben aber ihr eigenes Kontingent.

Fertiger Beispiel-Workflow Manueller Trigger, HTTP Request, Wait und das Ablesen der Entscheidung – in n8n über Workflow → Import from File laden und den Platzhalter durch deinen eigenen Schlüssel ersetzen.
Workflow herunterladen

Drei Stolperfallen

Die haben wir selbst getroffen, jede kostet einen halben Abend:

1. $execution.resumeUrl unverändert durchreichen. Häng nichts an, insbesondere kein ?decision=approve. Seit n8n 2.33 trägt die Resume-URL bereits eine Signatur; ein zweites ? zerstört sie, n8n antwortet mit 401 und im Log der Instanz steht nichts Auffälliges. Den Entscheidungs-Parameter setzt der Endpunkt.
2. Das Body-Feld muss auf Expression stehen, nicht auf Fixed. Sonst landet der Text $execution.resumeUrl wörtlich in der Anfrage, und die Freigabe kann nirgendwohin zurück.
3. Vorsicht bei manuell gestarteten Workflows. Startest du einen Workflow im Editor erneut, während die vorige Ausführung noch am Wait-Node wartet, bricht n8n die vorige ab. Die Mitteilung auf dem Telefon zeigt dann ins Leere. Beim Ausprobieren also erst entscheiden, dann neu starten.

Kostenlos sind 5 Freigaben pro Tag Free – genug, um das Ganze an einem echten Workflow auszuprobieren –, mit Premium 200 pro Tag Premium. Dieses Kontingent ist von dem der gewöhnlichen Nachrichten getrennt: Ein gesprächiger Workflow kann dir also keine Freigabe wegnehmen.

Wohin deine Entscheidung geht

Direkt vom Gerät an deine eigene n8n-Instanz. Unser Server reicht die Mitteilung weiter und speichert die Fortsetzungs-Adresse nie. Die App wiederum ruft ausschließlich Adressen auf, deren Host zu einer von dir eingerichteten Instanz gehört – eine untergeschobene Adresse führt nirgendwohin.

Wenn es hakt

Ich habe die Mitteilung weggewischt

Kein Problem. Die Anfrage wird bereits bei der Zustellung gespeichert, nicht erst beim Antippen. Sie steht als Karte auf dem Dashboard, solange sie offen ist.

„Der Workflow wartet nicht mehr"

Die Ausführung wurde in der Zwischenzeit fortgesetzt, ist abgelaufen oder wurde abgebrochen. Häufigste Ursache im Test: der Workflow wurde im Editor erneut gestartet (siehe Stolperfalle 3).

„Die Adresse gehört zu keiner deiner Instanzen"

Die App verweigert absichtlich jeden Aufruf an einen fremden Host. Das passiert, wenn der Workflow auf einer Instanz läuft, die in der App (noch) nicht eingerichtet ist – oder wenn die Instanz dort unter einer anderen Adresse steht, etwa intern statt öffentlich.

Der Countdown fehlt

Dann hat der Workflow kein expiresAt mitgeschickt. n8n teilt die Frist des Wait-Nodes von sich aus nicht mit, deshalb schickt sie der Workflow – fehlt sie, zeigt die App die Anfrage lieber ohne Countdown, statt eine Frist zu erfinden.

Nicht fündig geworden?

Schreib uns an info@amelus.de oder nutze das Kontaktformular. Was hier fehlt, gehört meistens auf diese Seite – Hinweise darauf sind uns willkommen.